1.Juni
Heute fahren
wir weiter, die Laune ist gut und das Wetter auch.
Erst schauen wir in so eine Klamm, hier heißt das wohl Gorge. Schaut gut
aus, aber für Bilder mit uns drauf ist es zu gefährlich.
Aber dann
kommts, wow ist das ein wahnsinnsausblick, sowas haben wir echt noch nicht
gesehen, so ein Blau, dann das Tannengrün und die Schneereste als Kontrast dazu.
Lotta japst auch vor Begeisterung. Also diesen Urlaub bekommen wir echt
was geboten.
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Am Abend
schlafen wir in Klammath Falls in einem Quality Inn, ist soweit ok. Essen gehen
wir zu Sizzler, die wollten uns doch tatsächlich veralbern. Man bestellt ja
gleich beim reingehen und zahlt auch dann schon. Bille bestellt sich was das
abgebildet ist. Das Mädel am Tisch fragt dann noch welche Beilagen und wie das
Steak sein soll usw. Bille sagt wie
sie das Fleisch möchte und das sie wohl ne gebackene Kartoffel möchte. Das Zeug
kommt und von Gemüse ist weit und breit nix zu sehn, Bille fragt nach und die
meint das gehörte nicht dazu, da sagt sie sie hätte bestellt wie auf dem Bild,
da bekommt sie natürlich noch nen Teller voll Brokkoli ( bääääääääh). Aber sie
und Lotta verputzen das Zeug komplett, sieht aus wie nach einer
Heuschreckenplage als die fertig sind.
2.Juni
Heute ist
wieder länger Auto fahren angesagt, wir verlassen Oregon, fahren wieder nach
Kalifornien, fahren durch Nevada, wieder nach Kalifornien. Wir sehen schöne
Landschaften machen aber keine Bilder, nur einmal von einer Wiese mit Kühen und
blauen Iris und dann noch von einem Wasserfall im Schatten.
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Bille ist
kränklich, grippig und wenn man nicht aufpasst sicher auch quengelig, wir halten
uns denn mal dezent zurück und sind gespannt wo wir nun für die nächsten 6
Nächte unser müdes Haupt betten werden
Nein ich
glaubs nicht, wir wohnen mal gediegen, Alpenhof Lodge, ich kann die Schnitzel ,
Spätzle und den Kaiserschmarrn schon fast riechen, da weckt Bille mich unsanft
aus meinen, wie sie es nennt, Wahnvorstellungen, dort gäbe es keine warme Küche
die sowas anbietet. Sooooooiiiiiiiiiiiiiffffffzz.
Aber die
Zimmer sind super gemütlich und die Betten sehr bequem.
3.Juni
Wir haben
gut geschlafen trotzdem das Bille gehustet hat wie ein Kettenhund. Das Frühstück
ist super, naja das Brot nicht wirklich, aber es gibt gekochten Schinken, Salami
und 2 Sorten Käse und der Kaffee ist auch gut. Wer brauch schon Brot, die
Bemerkung handelt mir mal wieder einen vernichtenden Blick ein.
Wir brausen
erst mal zum Visitor Center um uns zu erkundigen was man alles belatschen kann.
Mit Schnee oder Matsche oder gar Bächen die einige Wege kreuzen sei zu rechnen.
Uns ist das egal, wir lassen uns ja hiken wie man unter Fellnasen zu
sagen pflegt.
Bevor es
losgeht essen wir aber erst mal eine sündhaft teure Pizza.
Danach wird
zum McLeod lake gehiked, oh wie wunderschön es da ist, Bille haut es vor
Begeisterung auch mal wieder um, wie passend, gerade werden die Blessuren vom
letzten Sturz ja auch besser. Stefan sagt es reicht jetzt, er erschreckt sich
jedes mal, dabei hat sie nur zerschrammte Beine durch die Hose, mal gut das sie
immer lange Hosen trägt sonst müsste Stefan Kies aus den Knien puhlen.
So eine
Erdbebenspalte schauen wir uns auch noch an, aber das Ding ist voll öde.





4.Juni
Rotzliese
hat wieder gehustet uns geschnufft die halbe Nacht, da ist nix mit Extremtouren
im Hochgebirge.
Aber hier
gibt es nicht nur Plan B sondern genug Pläne für Wochen, wir beschliessen in den
Yosemite zu fahren zu unserer Lieblingsstelle und dort einfach die Landschaft zu
geniessen.
Wie wir da
so rumschlendern , hier schauen und da schauen und lustig über schmale Rinsale
hopsen fällt Stefan plötzlich hin, hat sich aber auch nix getan. Er meinte dann,
er wäre sogar beim Fallen noch geschickter als Bille.
Die
Landschaft war auch wieder klasse,
unseren Lieblingsort hatten wir wieder für uns ganz alleine. Bei einer der
kurzen Wanderungen, ich glaube das war zu den Soda Springs haben die Mücken
Stefan fast aufgefressen, mei war der am Fluchen.
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5.Juni
Bille
futtert Grippemittelchen und schlägt vor eine uralte Rechnung zu begleichen und
was relativ flaches zu laufen. Also latschen wir los um uns diese Crowley Lake
Collumns anzuschauen. Ist ein gutes Stück zu laufen aber egal, nur am Ende kommt
ein fieser gemeiner steiler Hang.





Auch hier
empfinden die Mücken Stefan als besonderes Leckerchen. Er wäscht sich noch die
Füße im See jodelt dabei ein wenig und Lotta hat ihre Freude an den Blümchen und
Schmetterlingen, während ich überlege was es wohl zu Mittag geben wird.
Wir fahren
nach Bishop zu Dennys, die Beiden essen Fisch, dabei hätte es auch Steak
gegeben, aber nicht auf der Altersackgeizkarte. Naja es ist Essen , man sollte
es nicht verschmähen, man weiß nie wann man mal wieder was bekommt. Dann juckts
die beiden aber, Stefan hat ein Backroad Magazin abgegriffen, das sei so toll
beschrieben das wir definitiv falsch fahren. Unterwegs sehen wir einen
bedauernswerten Kollegen namens Muli mit einer großen Schafherde. Lotta und ich
bekommen die Ansage schaut euch das mal genau an, damit ihr wisst wie gut ihr es
eigentlich habt……ja ja das übliche.

Trotz der
beknackten Beschreibung in dem Buch finden wir den Weg zurück ins Hotel.
6.Juni
Bille fragt
an der Rezeption ob man die schönen Tassen die man beim Frühstück benutzt auch
kaufen kann. Der Typ sagt nö, aber frag mal die Frau beim Frühstück, dann kannst
du dir sicher so eine mitnehmen. Bille fragt dann auch höflich bei der Dame noch
mal nach und die sagt sie soll sich einfach so Eine mitnehmen, Bille drückt ihr
dann aber doch nen 5 er in die Hand und freut sich über ihre neue Tasse. Die
Dame meint noch nimm doch ne saubere statt der gebrauchten, aber das macht sie
dann doch nicht. Überhaupt ist das Personal hier super nett.
Bille
überlässt Stefan die Wahl der
Wanderung, das kann ja nur schief gehen. Sie wollt nix anstrengendes, er hats
mit relativ kurz verwechselt. Sind nur 3,4 Kilometer hin und zurück sagt Stefan,
ok das geht, aber er verschweigt gekonnt das es gut ne Meile nur bergauf geht,
da jubeln doch die übergewichtigen vom Husten gebeutelten Raucherlungen.
Lotta
erfreut sich an den zarten Wildblumen am Wegesrand, Zeit zum B
etrachten hat sie genug, Bille bleibt ja alle 3 Schritte stehen und
schnauft.
Der Tümpel,
Vezeihung, Lake ist dann aber nicht umwerfend, aber man war halt mal da. Bergab
geht es wesentlich zügiger. Bille setzt sich dann ins Auto während Stefan mal
wieder irgendwelche alten Hütten gesehen hat die er uuuuuunbedingt mal ansehen
muss.
Bille mault
etwas rum das diese Wanderung ja schlimmer gewesen wäre als diejenige die sie
bisher aufgeschoben hätten. Also könnte man die auch am nächsten Tag machen.



7.Juni
Heute geht
es dann richtig los, wir wollen ins Little Lakes Valley, da waren wir schon mal
und es war sooooo klasse.
Heute ist es
auch super und irgendwie kommt es den Beiden gar nicht so brutal vor wie beim
ersten Mal. Die sind wahrscheinlich gut akklimatisiert. Wir sind auch voll
begeistert und bekommen tolle Fotos. Auch mit Blümchen, das ist für Lotta ja
immer sehr wichtig.




Bille macht
irgendwann Pause, sie nennt es ihren Lieblingsplatz und Stefan geht noch ein
Stück weiter, kommt aber so nach einer Stunde auch wieder und meint ohne
anständige Wasserschuhe geht da nix, ein richtiger Bach würde einem den Weg
abschneiden. Tja also müssen wir noch mal herkommen um den Hike mal komplett zu
laufen.
Es war aber
auch so wunderschön und dieses ohne Kamera sitzen und einfach nur Schönheit
einatmen tut der Seele gut sagt Bille. Bei mir ist das so mit Schnitzelduft.
8.Juni
Wir sind
nach Las Vegas gefahren und haben bei Harald gegrillt. Bzw. er hat gegrillt, ich
hab noch Pipi in den Augen wenn ich an die 250 Gram Filetsteak denke, die ich so
schmerzlich vermisse. Es war himmlisch, göttlich, unbeschreiblich lecker. Lotta
fand den Salat so gut, also gab es wohl auch Salat.
Stefan hatte
Hopfenblütentee mit Limette, ob er nun Angst hatte auch wieder krank zu werden?
Jedenfalls hat er vorbeugend reichlich davon getrunken.

9.Juni bis
15.Juni
So genau
weiß ich das nicht mehr, wir waren fast nur im Casino und ganz wenig einkaufen.
Lotta die kleine Saufziege hatte Spaß beim Champagnerbrunch.

Mit
in der Show waren wir auch, aber für meine zarten Öhrchen ist das ja viel zu
laut.
Am letzten
Abend haben wir wieder gratis Buffet gehabt und da lagen sie, in ihrer
unbeschreiblichen Schönheit, panierte Schweinenackenscheiben.
Am
Abreisetag hat Stefan dann noch mal alles gegeben, kurz bevor wir zum Flughafen
fahren kommt er käsig an und meint es stimmt was nicht, da ist Blut wo keines
sein soll. Bille sagt du hast nen Nierenstein am Wandern.
Verunsichert sind wir aber alle ein wenig. Wir fliegen erst mal recht
wacklig nach Phoenix. Da fragt Stefan eine Dame ob
am Flughafen jemand wäre der ihm mal eine medizinische Auskunft geben könnte.
Jau konnte man und zwar in Form von Feuerwehr mit Lichterparade und 3 Personen
mit Trage. Öhm also nee das hat er dann schnell unterbunden und wirklich nur ein
Gespräch gehabt.
Auf den
weiteren Flügen hats dann auch mal hier und da gedrückt und man hat sich auch
Sorgen gemacht, aber zur Entwarnung , er war gleich am Montag beim Arzt, der hat
Billes Vermutung bestätigt. Stefan ist dann am Dienstag wieder ins KH gekommen
wo man ihm das Ding zertrümmert hat.
Nun sind wir
alle wieder gesund zu Hause und freuen uns, dass wir so viele schöne Dinge
gesehen haben.
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